Der «Gesundheitstipp», 10’000 Schritte am Tag zu gehen, ist tatsächlich nur cleveres Marketing! Die Regel hält sich hartnäckig, obwohl mehrfach widerlegt, verbaut in vielen Fitness-Trackern und Smartwatches.
Die Geschichte dahinter?
🇯🇵 1964 finden in Tokio die Olympischen Sommerspiele statt. Die Begeisterung in der japanischen Bevölkerung ist gross. Die Firma Yamasa nutzt die Stimmung im Land und bringt im Jahr darauf ihren ersten Schrittzähler auf den Markt, den «Manpoke»:
🚨 «Man» -> 10’000
🏃🏻♀️ «po» -> Schritt
🏃🏽♂️ «ke» -> Zähler
🚨 Der Manpoke zählte, am Gürtel getragen, mechanisch jeden Schritt fleissig mit. Es gibt Werbeplakate mit dem Slogan: «Jeden Tag 10’000 Schritte gehen.» Denn 10’000 war die grösste Zahl, die das Gerät anzeigen konnte. Dann begann der Manpoke wieder bei null.
🏃🏻♀️ 🏃🏽♂️ Eines ist unbestritten: Wir bewegen uns insgesamt zu wenig. Dabei müssen es aber nicht 10’000 Schritte sein. Jeder Schritt zählt!
📲 Apropos Bewegung: Fitness-Tracker und Smartwatches sind seit Jahren sehr beliebt und eines von mehreren Beispielen, wie wir digitale Angebote nutzen, um uns fit zu halten.
💚 Das Potenzial, mit Hilfe von Daten, KI und neuen Technologien möglichst lange gesund zu bleiben, ist gross. Was sind konkrete Möglichkeiten, die interessant sind? Und wären wir für den medizinischen Fortschritt sogar bereit, unsere Gesundheitsdaten zu spenden?
🙋♀️👩🏻💼 Über diese aktuellen Fragen haben wir in der neusten Podcast-Episode von DIETHELM & GENNER gesprochen: Digital unterstützt gesünder leben? Ich bin gespannt, ob sich unsere Erfahrungen mit euren Einschätzungen decken. Hört rein!
Für mich persönlich sind es übrigens eher die unspektakulären Dinge, die ich am meisten schätze und nutze, zum Beispiel ein Online-Fitnessprogramm oder themenbezogene Online-Checks. Schrittzähler & Co. sind nicht so mein Ding.
Hintergrundinformationen zum Mythos der 10’000 Schritte: Artikel bei ARD alpha (10.7.2022) sowie Psychische Gesundheit Zug (ohne Datum)