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Haftet Google für die Inhalte von AI Overview?

WOW! Ein Münchner Gericht kommt zum Schluss, dass Google für falsche Aussagen in seinen KI-generierten Suchübersichten haftet. KI-Übersichten unterscheiden sich grundlegend von klassischen Suchergebnissen.

Dieser Punkt ist vielen nicht bewusst und ich halte ihn für zentral. «AI Overviews» sind KEINE Suchergebnisse.

Das Ergebnis einer KI-generierten Suchübersicht (AI Overview) basiert zwar auf Informationen der klassischen Suchmaschine. Aber der Text wird anschliessend basierend auf dem zugrunde liegenden Sprachmodell formuliert, Stichwort «generative KI». Es werden eigenständige, neue Inhalte und Aussagen formuliert, basierend auf Wahrscheinlichkeiten. Sie können Fehler enthalten.

Vor Gericht wurde nun ein Fall verhandelt, bei dem die KI-generierte Suchübersicht falsche Behauptungen über zwei in München ansässige Verlage verbreitet hat. Dieses Ergebnis wird vom Gericht als eigener Inhalt von Google angesehen, denn «AI Overview» ist nicht einfach eine Liste von Suchergebnissen mit Links auf externe Websites.

Google hat die KI-basierte Funktion «AI Overview» erfunden, so die Argumentation des Gerichts. Wir Nutzenden können dieses Ergebnis nicht beeinflussen. Und wir können das Ergebnis auch nicht direkt überprüfen, weil der KI-generierte Inhalt über die einzelnen Quellen hinaus geht. Der Text enthält eigene Behauptungen, die in keiner verlinkten Quelle zu finden sind.

Das Gericht lehnt die Abschiebung der Verantwortung an uns Nutzende, wie von Google vorgebracht, klar ab.

Ob diese Argumentation in der Berufung Bestand haben wird? Ich gehe davon aus, dass Google dieses Urteil weiterziehen wird, denn es hat massive Auswirkungen auf das Geschäftsmodell von Google und weitere KI-Anbieter.

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Hinweis: Auslöser für diesen Post auf LinkedIn war dieser Artikel auf The Decoder vom 9. Juni 2026 zum Urteil gegen Google.