Wir müssen aufpassen, dass wir nicht ausbrennen. Denn KI-Tools können uns zwar helfen, schneller zu werden, aber sie können auch dazu führen, dass die Arbeit intensiver wird.
👁️ Bewältigen wir einfach mehr Aufgaben in einer noch kürzeren Zeit? Sind wir noch länger erreichbar? Und nimmt die kognitive Belastung unserer Tätigkeit weiter zu, weil wir mehrere Tätigkeiten ständig parallel erledigen?
👁️ Diese Effekte beobachteten die Wissenschaftlerinnen Aruna Ranganathan and Xingqi Maggie Ye von der UC Berkeley. Während 8 Monaten beobachteten sie, wie generative KI den Arbeitsalltag von rund 200 Mitarbeitenden in einem amerikanischen Tech-Unternehmen veränderte.
👨🏼💻 Aufgaben, die Mitarbeitende früher einer anderen Person übergaben, machen sie nun selber. Das macht sie unabhängiger und vermeintlich schneller. Doch die Arbeitskolleginnen und -kollegen haben mehr zu tun, weil die KI-generierten Ergebnisse überprüft und korrigiert werden müssen.
👩🏻💻 Weil die Arbeit mit einem KI-Tool vermeintlich schnell geht, fühlt es sich oft gar nicht wie Arbeit an. Man macht einfach noch schnell einen Prompt. Doch dadurch kommen die Pausen zu kurz. Man ist ständig dran. Die Grenze zwischen Arbeit und Nicht-Arbeit verwischen noch stärker als sonst.
👨🏼💻 Mit Hilfe von KI arbeiten die Mitarbeitenden an mehreren Aufgaben parallel. Dies führt zu einer kognitiven Belastung und dem Gefühl, ständig jonglieren zu müssen, auch wenn sich die Arbeit produktiv anfühlt.
Fazit: Der anfängliche Produktivitätsschub kann zu einer geringeren Arbeitsqualität, Erschöpfung und weiteren Problemen führen. Oder anders gesagt: «Our findings suggest that without intention, AI makes it easier to do more—but harder to stop.»
Zum Schutz der Mitarbeitenden empfehlen die beiden Wissenschaftlerinnen den Führungskräften, eine KI-Praxis zu etablieren, z.B. mit Elementen wie:
🤝 Bewusste Pausen einschalten inkl. Tätigkeiten kritisch hinterfragen.
🤝 Multitasking verhindern, indem Tätigkeiten klar priorisiert werden.
🤝 Möglichkeiten für den menschlichen Austausch schaffen.
Kurz: Wichtig ist der bewusste Einsatz von KI-Tools am Arbeitsplatz, damit wir nicht ausbrennen. Gerade jetzt, wo sich die Ereignisse überschlagen und die Erwartungen an KI-Tools enorm sind.
🏆 «AI Doesn’t Reduce Work – It Intensifies It» von Aruna Ranganathan und Xingqi Maggie Ye (2026) / PDF
📰 Artikel bei TechCrunch (2026)
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